DSWV erwartet Milliarden-Einsätze bei der WM 2026 und warnt vor Schwarzmarkt-Wachstum

Anna Koch · Nov 5, 2026

DSWV erwartet Milliarden-Einsätze bei der WM 2026 und warnt vor Schwarzmarkt-Wachstum

DSWV-Präsident Mathias Dahms bei einer Pressekonferenz zu Sportwetten in Deutschland

Der Deutsche Sportwettenverband hat aktuelle Prognosen veröffentlicht, die ein Gesamtvolumen von knapp einer Milliarde Euro an Wetteinsätzen für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in Deutschland vorsehen, während der regulierte Markt zwischen 600 und 700 Millionen Euro erreichen soll und der illegale Bereich mit 300 bis 400 Millionen Euro rechnen muss, so die Einschätzung von Verbandspräsident Mathias Dahms.

Dahms bezeichnete das Turnier als das bedeutendste Ereignis des Jahres für die Branche, betonte jedoch gleichzeitig anhaltende Probleme mit dem Schwarzmarkt, die auf Daten der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder zurückgehen. Diese Zahlen zeigen, dass der illegale Markt 17 Prozent schneller gewachsen ist als der legale Sektor, wobei etwa ein Drittel der Spieler zumindest teilweise auf unzulizenzierte Anbieter zurückgreift.

Prognosen zum Wettvolumen und Marktverteilung

Die Vorhersage des DSWV basiert auf einer detaillierten Analyse von Teilnehmerzahlen, durchschnittlichen Einsatzhöhen und historischen Trends aus früheren Großereignissen, während die Verteilung zwischen reguliertem und illegalem Segment auf aktuellen Marktanteilen und Verhaltensmustern der Nutzer fußt. Experten haben beobachtet, dass Großereignisse wie Weltmeisterschaften stets zu Spitzen bei den Wetteinsätzen führen, doch die aktuelle Entwicklung zeigt zugleich eine Verschiebung hin zu unregulierten Plattformen.

Mathias Dahms erklärte gegenüber Fachmedien, dass die Erwartungen für November 2026 besonders hoch ausfallen, da die WM als zentrales Highlight des Jahres gilt und sowohl legale als auch illegale Anbieter von der gestiegenen Aufmerksamkeit profitieren werden. Die Aufteilung der prognostizierten Summe verdeutlicht jedoch eine klare Herausforderung für die regulierten Betreiber in Deutschland.

Entwicklungen auf dem illegalen Markt nach GGL-Daten

Statistiken der GGL belegen ein beschleunigtes Wachstum des Schwarzmarkts, das 17 Prozent über dem Tempo des legalen Segments liegt, und etwa ein Drittel aller Spieler nutzt nach diesen Erhebungen zumindest gelegentlich nicht lizenzierte Seiten. Dahms verwies in seiner Stellungnahme auf diese Entwicklung und forderte verstärkte Maßnahmen zur Eindämmung des illegalen Angebots, da sonst ein erheblicher Teil des erwarteten Volumens abfließen könnte.

Die GGL veröffentlicht regelmäßig eine Whitelist zugelassener Anbieter auf ihrer offiziellen Plattform, um Spielern Orientierung zu bieten und das Risiko bei der Nutzung unregulierter Dienste zu minimieren. Dennoch zeigen die vorliegenden Zahlen, dass viele Nutzer weiterhin auf illegale Alternativen setzen, was die Dynamik des Marktes zusätzlich beeinflusst.

Analyse des Wettmarkts in Deutschland mit Fokus auf legale und illegale Anbieter

Beobachter haben festgestellt, dass die Kombination aus hoher Nachfrage während Großereignissen und unzureichender Aufklärung zu dieser Verschiebung beiträgt, während die regulierten Anbieter mit strengen Vorgaben konfrontiert bleiben. Die Daten der Behörde liefern dabei eine klare Grundlage für die Einschätzungen des DSWV.

Reaktionen und Forderungen der Branche

Der Verband hat in diesem Zusammenhang mehrere Punkte hervorgehoben, darunter die Notwendigkeit besserer Kontrollen und die Stärkung legaler Angebote, um das prognostizierte Volumen möglichst vollständig im regulierten Bereich zu halten. Dahms betonte, dass ohne gezielte Schritte ein signifikanter Anteil der Einsätze weiterhin in den illegalen Sektor fließen wird.

Studien und Erhebungen der GGL haben gezeigt, dass die Wachstumsrate des Schwarzmarkts nicht nur höher ausfällt, sondern auch mit einem Anteil von rund einem Drittel der Spieler ein stabiles Problem darstellt. Diese Fakten bilden die Basis für die aktuellen Warnungen und die damit verbundenen Appelle an die Politik.

Ausblick auf die WM 2026

Für November 2026 erwartet die Branche eine intensive Phase mit stark erhöhter Nachfrage nach Sportwetten, wobei die Prognosen des DSWV als Richtwert für Planungen dienen. Die genaue Aufteilung der Einsätze wird jedoch maßgeblich davon abhängen, wie erfolgreich die regulierten Anbieter im Wettbewerb mit illegalen Plattformen abschneiden.

Die vorliegenden Zahlen und Entwicklungen liefern eine fundierte Grundlage für weitere Diskussionen innerhalb der Branche und bei den zuständigen Behörden, während die GGL ihre Rolle als zentrale Kontrollinstanz weiter ausbaut.

Conclusion

Die Prognose des DSWV zu den Wetteinsätzen für die WM 2026 fasst die zentralen Entwicklungen auf dem deutschen Sportwettenmarkt zusammen und zeigt zugleich die anhaltenden Herausforderungen durch den Schwarzmarkt auf. Die von Mathias Dahms präsentierten Zahlen und die ergänzenden Daten der GGL bieten eine klare Übersicht über erwartete Volumina und Wachstumsraten, die für die kommenden Monate relevant bleiben.